Die Idee dahinter
Obwohl fast jeder von uns, und wenn es nur im Rahmen des Führerscheins war, einen Erste Hilfe Kurs besucht hat, zeigen Studien seit Jahren, dass sich nicht einmal 10% der Bevölkerungen trauen Erste Hilfe zu leisten. Dies ist das traurige Bild von über 35 Jahren staatlich geregelte Erste-Hilfe-Kurse. Sie konnten weder erreichen, dass die Angst etwas Falsch zu machen beseitigt wird, noch dazu beitragen, das jeder seine Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig und freiwillig auffrischt.
Sind Erste-Hilfe-Kurse „out of date”? Jein, auf jeden Fall entsprechen sie kaum den Anforderungen moderner Erwachsenenbildung. Zeitgemässe Lehraussagen müssen sich erst Jahre durch verschiedene Gremien bestätigen lassen, die schon wieder als überholt gelten, wenn sie in den Lehrplänen landen.
Das Fatale an der Sache: die Erste Hilfe ist ein fester Bestandteil unseres Notfall- und Rettungsystems. Ohne den Einsatz eines Ersthelfers ist so manches Leben auch nicht mehr durch einen Notarzt und seinem Team zu retten.
Doch brauchen wir einen weiteren gesetzlichen Zwang in Form einer Pflichtfortbildung um den Menschen die Angst vor der Ersten Hilfe zu nehmen? Wir meinen, es muss erst einmal die Möglichkeit geschaffen werden, dass sich jeder stetig und flexibel, ohne großen Zeitaufwand, zum Neusten informieren kann. Wer mehr will, soll auch hierzu die Möglichkeit bekommen: ob Lehrgespräch, eine Erfolgskontrolle oder ein praktisches Training.
Kann, muss aber nicht.
Ihr
Oliver Nöltner
